
Warum wir unsere Badezimmerleuchten einem „Dampftest“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine echte Herausforderung für elektronische Geräte. Es gibt starken Dampf, Spritzer von Wasser – und die Temperaturen können innerhalb von zehn Minuten von eisig kalt bis saunawarm schwanken.
Wenn eine Leuchte nicht für diese Bedingungen geeignet ist, geht alles schnell schief: Die Dichtungen lecken, der Quarz zerbricht, die Kabel verkrümmen sich. Anstatt einfach darauf zu hoffen, dass alles gut geht, unterziehen wir unsere Leuchten daher Tests unter feuchter Wärme, um genau herauszufinden, an welcher Stelle sie versagen.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Wassertropfen finden immer einen Weg in jede kleine Ritze. Sobald sie in das Gehäuse gelangen, sammeln sie sich auf den elektrischen Kontakten sowie im Quarztubus. Wenn man nun den Schalter betätigt, verwandelt sich diese Feuchtigkeit sofort in Dampf. Wenn das Gehäuse nicht richtig abdichtet, führt dieser Druck sowie die Korrosion dazu, dass die Leuchte bereits vor Ablauf ihrer Lebensdauer kaputtgeht.
Um das zu verhindern, setzen wir die Leuchten in eine Kammer mit einer Temperatur zwischen 40°C und 85°C sowie einer Luftfeuchtigkeit von 95%. Das ist extrem belastend für die Materialien – sie müssen ständig ausdehnen und zusammenziehen. Auf diese Weise werden Jahre an Abnutzung in wenigen Wochen nachgestellt. Wir suchen nach dem Moment, in dem die Isolierung versagt und Elektrizität an Stellen auftaucht, wo sie nicht hingehört.
Das Gleichgewicht finden
Es ist nicht so einfach, eine Leuchte so zu konstruieren, dass sie diesen Bedingungen standhält – schließlich reicht es nicht aus, einfach mehr Kleber zu verwenden. Wir verwenden hochwertigen Quarz sowie spezielle Silikondichtungen. Doch es gibt immer ein Gegenüber: Quarz kann Hitze gut vertragen, ist aber brüchig. Silikon hält Wasser draußen – doch mit der Zeit wird es hart und krustig. Zudem kann eine zu starke Abdichtung dazu führen, dass die Leuchte nicht mehr richtig entlüften kann. Dadurch kann die Leuchte von innen heraus zerstört werden. Es handelt sich dabei um ein schwieriges Gleichgewichtsproblem – man muss die Wasserdichtigkeit gewährleisten, ohne die Inneren Teile zu überhitzen.
Was das für Sie bedeutet
Letztendlich möchten Sie einfach nur eine Leuchte, die funktioniert. Durch diese Tests müssen Sie sechs Monate nach der Installation nicht mit flackernden Lichtern oder defekten Sicherungen kämpfen. Sie erhalten eine Leuchte, die tatsächlich so lange hält, wie wir versprechen.
Ein kleiner Tipp: Stellen Sie sicher, dass die Befestigungsbügel fest sitzen. Wenn die Leuchte zu sehr nach unten hängt, erreicht die Wärme nicht richtig den Raum – dadurch kann es zu ungleichmäßiger Wärmeverteilung kommen.